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Dorfmuseum I |
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Markt Postbauer-Heng
Heimatpflege
Das Dorfmuseum Paveslbach und die St. CäcilienkirchePavelsbach feierte im Rahmen der Dorferneuerung sein neu geschaffenes Dorfmuseum im "Fleischmichlhaus" in Verbindung mit dem Kartoffelfest. Das Heimatmuseum ist mit tatkräftiger Unterstützung der Bürgerschaft unter Leitung von Frau Paula Pröbster eindrucksvoll gestaltet worden. Es dürfte sich um ein Dorfmuseum von historischem Wert innerhalb des Landkreises handeln. Sicherlich wird ein Besuch des Museums die Lebensweise in ländlicher Umgebung veranschaulichen und Erinnerungen an das Dorfleben in früherer Zeit wecken.
Anlässlich des Pavelsbacher Museums- und Kartoffelfestes wurden verschiedene kulinarische Köstlichkeiten aus der Kartoffelknolle angeboten, die reichlich Absatz fanden. Süffiges Bier und die Blaskapelle Pavelsbach trugen ihren Teil zum Gelingen des Festes bei. Der Reinerlös wird für die Renovierung der Kirche St. Cäcilia verwendet.
Die St. Cäcilienkirche bei PavelsbachDie St. Cäcilienkirche steht zwei Kilometer nordwestlich der Viereckschanze und liegt außerhalb der Ortschaft Pavelsbach. Um die Entstehung von Kapellen und Kirchen dieser Art ranken sich oft Sagen und Geschichten. Sie stehen auf Hügeln, an alten Straßen, an Wegkreuzungen, in Tälern und bei Friedhöfen. Niemand weiß heute mehr genau, wie viele Vorgängerbauten bereits vorhanden waren, ob diese zerstört wurden, abbranten oder einfach verfallen sind. Da die Umwandlung von heidnischen Kultstätten in christliche Kirchen und Kapellen nicht ungewöhnlich war, ist es naheliegend, dass an dieser Stelle Vorgängerbauten vorhanden waren. Zumal sich der Ort Kyrostetten, oder Kirchstätten genannt, ebenfalls dort befunden hat.
Die Kirche St. Cäcilia könnte also ein Beispiel für eine derartige Umwandlung sein, liegt sie doch in der Nähe der vorchristlichen Hügelgräber im Waldgebiet Stockenau und der spätkeltischen Viereckschanze, einer heidnischen Begräbnis- und Kultstätte. Die Lage beim Henger Bach deutet auf eine Taufkapelle hin.
In einer Urkunde aus dem Jahr 1438 wird St. Cäcilia - im Volksmund auch Kappl genannt - mit dem Ort Kyrstetten erwähnt. Nachweislich wurde der damalige Sakralbau 1552 zerstört. Von 1556 bis 1628 war Pavelsbach evangelisch. Zwischen 1602 und 1608 ließ der damalige evangelische Pfarrer Theodor Ziegelmeier die Kirche wieder aufbauen. Eine Landkarte aus dem Jahr 1618 zeigt auch wieder Häuser um St. Cäcilia.
Pfarrer Theodor Ziegelmeier veranlasste auch die Verlegung des Pavelsbacher Friedhofes nach St. Cäcilia. Im Jahr 1682 erhielt das Gotteshaus die Benediktion. Lange Zeit war St. Cäcilia auch eine viel besuchte Wallfahrtsstätte, wie die vielen, heute noch vorhandenen Motivtafeln bezeugen.
Heimatpfleger Postbauer-Heng Ferdinand List
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