Postbauer-Heng
Heimatpflege
Erinnerungen an das Kriegsende vor 60 Jahren am 08. Mai 1945 und an die Bombardierung am 20.-22. April 1945 unserer Gemeinde
zusammengestellt von Hans Bradl 
Denkmäler zur Erinnerung an den Ersten (1914 - 1918) und Zweiten (1939 - 1945) Weltkrieg in unserer Gemeinde Am Friedhof in Postbauer befindet sich das Denkmal seit 1971. Für den Ersten Weltkrieg war eine Gedenktafel an der St. Johannes Kirche, die künftig am alten Friedhof in Postbauer angebracht wird.

Im April 1945 verloren in Postbauer, Heng und Pavelsbach 18 Zivilpersonen in den letzten Kriegstagen ihr Leben. Zentrum der Zerstörung und des Todes war Postbauer. Im Rahmen einer Feierstunde am 22. April 1995 wurde diese Gedenktafel an der Nordseite der St. Johannes Kirche enthüllt

Das Denkmal für die Soldaten von Heng und Köstlbach befindet sich seit 1963 am Leichenhaus in Heng. Zuvor standen 2 Denkmäler am Eingangsbereich des damaligen Friedhofs an der St. Jakobus Kirche.

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Heng/Köstlbach stiftete 1995 ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung für alle Bürger in der Gemeinde. Es wurde am Vorplatz der St. Elisabeth Kirche im Centrum aufgestellt. Jährlich am Volkstrauertag im November wird dort eine Ökumenische Andacht abgehalten.

In Kemnath wurde 1925 ein Denkmal am ehemaligen Dorfweiher, an der jetzigen Henger Straße, für den ersten Weltkrieg errichtet und nach 1945 ergänzt.

Am Ortseingang von Heng verloren 7 Soldaten am 20./21./22. April 1945 ihr Leben. 6 davon sind im ehemaligen Friedhof in Heng an der St. Jakobus Kirche beerdigt. 1955 wurde eine Gedenktafel angebracht. Beerdigt ist dort auch der Soldat Christian Sack, dessen Erben 2002 für die Erhaltung dieses Soldatengrabes 5.000 EUR spendeten. Vom früheren Neumarkter Oberbürgermeister Kurt Romstöck haben wir die Unterlagen über die Gedächtnisansprache bekommen, die für Christian Sack am 18. August 1945 in der evangelischen Kirche zu Düsseldorf �Gerresheim von Oberstudienrat Paul Westip gehalten wurde. Unter anderem sagte er: Christian Sack ist nicht mehr. In der Nacht vom 20./21. April 1945 fiel er zusammen mit seinem Freund Gottfried Dühr bei den letzten Kämpfen südlich Nürnberg. Nun ruhen die beiden Freunde, im Tode wie im Leben vereint, mit vier anderen Kameraden auf dem kleinen Friedhof von Heng, bestattet von dem katholischen Pfarrer des Ortes. Nach dem Willen der Eltern soll das gemeinsame Grab die Gestalt der Pieta schmücken. Nur wenig ist von Christians irdischem Besitz geborgen worden, aber gerade dieses Wenige ist für ihn kennzeichnend: eine Feldausgabe der Gedichte Eichendorffs, die Einbanddecke von Beaudelaires Gedichten und seine Brieftasche, die außer Briefen und Bildern seiner Lieben einen Entwurf für 16 Kammermusikkonzerte enthielt.

In Pavelsbach wurde im Jahr 1958 ein Denkmal für beide Weltkriege an der St. Leonhard Kirche errichtet. Zuvor war eine Gedenktafel für die Opfer des Ersten Weltkrieges an der Außenwand der Kirche links neben dem Eingang angebracht. |