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Geschichtliche Anmerkungen zu den Orten Buch und Dillberg

 
 

Markt Postbauer-Heng

Heimatpflege


Geschichtliche Anmerkungen zu den Orten Buch und Dillberg

Über den Dillberg gibt es viele Sagen. Er soll unterirdische Höhlen haben bzw. soll er eine unterirdische Stadt auf dem Dillberg beherbergen. Die meisten Sagen stammen aus der Zeit der Hunnen. Als nämlich auf ihrem Rückzug durch Deutschland ihr König Attila starb, suchten die wilden Kriegsvölker einen passenden Platz, wo sie ihren toten Heerführer begraben konnten. Der Dillberg schien dazu angeblich geeignet. Dort errichteten sie eine Grabkammer und vergruben ihren König Attila, auch Etzel genannt, und zwar im Jahr 453 n. Chr. Vielleicht ist der Goldkegel Ezelsdorf/Buch ein Stück aus dieser Zeit. Beweisbar ist das leider nicht. Der Ort Dillberg wird erstmalig im Jahre 1691 als Weiler an der östlichen Seite des Berges erwähnt.

Der Dillberg gilt als Grenzberg zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken; zugleich als Unterquellberg für die Schwarzach bzw. den Siegenbach und damit auch als Europäische Wasserscheide.

Der Ort Buch wurde urkundlich erstmals 1272 erwähnt, als das Augustinerkloster in Urach etliche Güter in Buch an die Ordenskonthur des Deutschordens in Nürnberg bzw. Postbauer verkaufte.

Eine der großen Streitigkeiten war 1623 gegeben, was den Pfleger Postbauer besonders in Wut versetzte. Der Neumarkter Schultheiß hatte sich dabei auch Umgeld von den Wirtshäusern der Vogtei Postbauer angeeignet. Neben dem Umgeld mußten die Wirte das "schlechte Neumarkter Bier" auch noch selbst abholen.

 Als 1744 eine große Seuche im Viehbestand ausbrach, haben die Bauern in ihrer Not ein Gelübde ausgesprochen. Eine Kapelle gelobten sie zu Ehren des heiligen Antonius von Padua zu errichten. Zwölf Bucher Bürger beteiligten sich an dem Bau der 1786 erstellten Kapelle, die in diesem Jahr die Weihe erhielt. (1976 und 1996 wurde die Kapelle renoviert.)

 
     
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