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Geschichtlicher Werdegang von Postbauer-Heng

 
 

Markt Postbauer-Heng

Heimatpflege


Geschichtlicher Werdegang von Postbauer-Heng

Die Besiedlung im Gebiet der Gemeinde Postbauer-Heng geht auf die mittlere Steinzeit 9000 bis 4000 v. Chr. zurück. Dies wurde durch mehrfache Funde bewiesen.

 Der Dillberg hat sowohl in der Geschichte als auch in der Legende mit seinen 595 m eine große Bedeutung. Er soll viele Höhlen in sich verbergen; man sagt, daß in einer Höhle der Hunnenkönig Etzel begraben ist. Am Fuße des Dillberges, in der Ortsflur Buch, wurde 1953 ein unschätzbar wertvoller Goldkegel gefunden, den man mindestens 3500 Jahre alt schätzt. Dieser Goldkegel ist im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg als Ezelsdorf/Bucher Goldkegel ausgestellt und gilt als das wertvollste Stück des Museums.

 Die Jakobuskirche in Heng entstand um 1060.

 Von 1271 bis 1805 hatte der Deutsche Orden in Postbauer ein Pflegamt. Viele Güter in allen Orten der heutigen Gemeinde gehörten zum Deutschordenspflegamt. In den Jahren 1722 bis 1724 errichtete der Deutschorden in Postbauer ein Schloß und die Johanneskirche, die neu restauriert an der heutigen B8 steht.

 1985 wurde der Deutschordensbrunnen neu errichtet.

 1990 kaufte die Gemeinde von privater Hand den noch erhaltenen Rest des ehemaligen Deutschordensschlosses zurück, um ihn als kulturelles Zentrum auszubauen.

 1371 wude in Postbauer der in Nürnberg geflohene Raubritter Eppelein von Gailingen gefangen und dann nach Neumarkt zur Räderung ausgeliefert.

 Die Friedhofskirche von Pavelsbach, geweiht der heiligen Cäcilia, wurde im 16. Jahrhundert zerstört und wiederaufgebaut. Sie galt mehrere Jahrhunderte als Wallfahrtskirche.

 Daß hier schon die Kelten im ersten vorchristlichen Jahrtausend siedelten, beweist die Viereckschanze im Wald Kappel zwischen Pavelsbach und Dippenricht. Die Pavelsbacher Schanze ist mit ihren Wällen und vorgelagerten Wassergraben noch gut erhalten. Für eine verältnismäßig dichte keltische Besiedlung dieser Gegend sprechen auch die Flußnamen Sulz und Laaber, die eindeutig keltischen Ursprungs sind.

 Die früheren Gemeinden von Postbauer und Heng schlossen sich am 1. April 1971 freiwillig zusammen. Dem Zusammenschluß waren mehrere gemeinsame Sitzungen der Gemeinderäte von Postbauer und Heng vorangegangen. Schon im November 1969 wurde das Ziel erklärt, ein gemeinsames Gemeindehaus für Standesamt und Verwaltung zu errichten.

 Am 5. Februar 1970 sprach der damalige Bayerische Innenmininster Dr. Bruno Merk im Straubmeiersaal in Heng über die Notwendigkeit der Gebietsreform in Bayern und überzeugte viele. Die Gemeinderäte setzten sich am 11. Mai 1970 gemeinsam an einen Tisch und beschlossen die Zusammenlegung.

 Damit war die erste Entscheidung für eine Gemeindezusammenlegung im Landkreis Neumarkt gefällt. Es wurde der Doppelname Postbauer-Heng gewählt, nachdem der Bayerische Innenminister diese Möglichkeit in Aussicht gestellt hatte und vor allem die beiden damaligen Gemeinden fast die gleiche Einwohnerzahl hatten. Am 31. März 1971 zählte die Gemeinde Postbauer 1452, die Gemeinde Heng 1424 Einwohner. Am 1. April wurden daraus 2876 Einwohner der Gemeinde Postbauer-Heng. Die Bürger der beiden Gemeinden hatten dem Zusammenschluß schon am 13. September 1970 mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Am 4. April 1971 wurde Hans Bradl zum 1. Bürgermeister gewählt.

 Die Bürger der Nachbargemeinde Pavelsbach entschieden sich 1975 für den Anschluß an Postbauer-Heng. Die Gemeinde wuchs damit um weitere 588 Einwohner. Der Zusammenschluß der beteiligten Gemeinden stellte die Weichen zu einer im Landkreis Neumarkt bisher einmaligen baulichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Postbauer-Heng wurde die Gemeinde mit dem größten Wachstum im Landkreis.

 
     
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